Unsere Überzeugung, unsere Ziele und unsere Werte

Unsere Stadt hat vor allem dank ihrer engagierten Bürgerschaft ein großes Potenzial zur Zukunftsentwicklung und Bewahrung bzw. Schaffung lebenswerter Verhältnisse. In scharfem Kontrast dazu steht die reale Entwicklung Kölns mit ihren großen und kleinen Katastrophen vom Stadtarchiv-Einsturz über das Planungsdesaster bei der Bühnensanierung bis zum Kalkberg, mit, Konzeptions- und Abstimmungsmängeln, kurzsichtigen Stadtentwicklungsentscheidungen, Vetternwirtschaft und Geldverschwendung bei städtischen Projekten sowie dem Trend zur Verwahrlosung der Stadt und der kommunalen Einrichtungen. Wir sehen darin eine Folge von Versäumnissen und Verantwortungsdefiziten in Teilen von Politik, Verwaltung und kommunalen Betrieben, denen neben den persönlichen Fehlleistungen in den Führungsebenen auch struktu­relle politische Übel zugrunde liegen, vor allem die „Verschlankung“ der öffentlichen Dienste seit ca. 30 Jahren und die Unterfinanzierung der deutschen Großstädte.

Die notwendige Umkehr dieser Entwicklung kann unserer Meinung nach nicht allein aus den durch Wahlen legitimierten Strukturen heraus gelingen, sondern erfordert in einer offenen Zivilgesellschaft immer mehr das parteiunabhängige und konstruktive Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

In der Schaffung eines Forums für dieses Engagement sehen wir ein Gebot der Demokratie, um das Feld nicht populistischen Schreihälsen zu überlassen. Wir sind überzeugt, dass bürger­schaftliches Engagement die Verantwortung demokratisch gewählter Volksvertreter im Rat nicht ersetzen, aber unbedingt ergänzen und befördern kann.

Dabei lassen wir uns von folgenden Werten leiten:

Demokratieverbundenheit – das heißt Verteidigung des Prinzips der repräsentativen Demokra­tie bei gleichzeitiger Öffnung der demokratisch legitimierten Entscheidungsgremien gegenüber dem kritischen Engagement der am Wohl des Gemeinwesens interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinwohlorientierung – das heißt Freiheit von Lobby- und Einzelinteressen, die eine solidarische Entwicklung der Stadtgesellschaft in Frage stellen.

Unabhängigkeit – das heißt Freiheit von eigenen wirtschaftlichen, Karriere- oder parteipoliti­schen Interessen im Zusammenhang mit unserem Engagement.

Sachorientierung – das heißt Begründung von Einwänden gegen Entscheidungen von Rat und Verwaltung durch fundierte Expertise und Sachargumente.

Dialogbereitschaft – das heißt Verzicht auf „Politikerbeschimpfung“ und „Köln-Bashing“ zugunsten der konstruktiven Auseinandersetzung.

Wir mischen uns ein

Für diese Ziele bieten wir ein Forum, um Kompetenz und fachliches Know-how aus der Bürger­schaft parteiunabhängig zu erschließen, zu bündeln und wirksam in den politischen Entschei­dungsprozess einzubringen. Wir stützen uns dabei auf die Arbeit zahlreicher Bürgerinitiativen, die sich gegen Fehlentwicklungen wehren bzw. eigene Entwicklungsvorstellungen vertreten. Wir informieren so gut wir können über ihre Arbeit und machen uns selbst die Punkte zu Eigen, die das Gemeinwohl der gesamten Stadtgesellschaft betreffen.