Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

 

Zahlreiche öffentliche Gebäude im Besitz der Stadt Köln befinden sich seit Jah­ren in einem beklagenswerten baulichen Zustand, Baukosten bei kommunalen Großprojekten laufen regelmäßig aus dem Ruder und offensichtliche Defizite in den Bereichen Planung und Controlling werden nicht systematisch analysiert und angegangen.

Fragt man nach Zuständigkeiten, wird es unübersichtlich. Verantwortung für den Zustand von Museen, Oper, Schauspiel und anderen Kultureinrichtungen trägt das Kulturdezernat. Wiederum anders sieht es bei Bürger- und Jugendzentren aus. Und zuständig für Pflege und Erhalt von Schulen, Kindergärten Verwaltungsge­bäuden und sonstigen städtische Immobilien ist die 1997 gegründete eigenbe­triebsähnliche Gebäudewirtschaft Köln GmbH. Ihr unterstehen die weitaus meis­ten städtischen Immobilien, rund 600.

Kaum eine zweite Einrichtung der Stadt Köln ist derart intransparent wie die Gebäudewirtschaft. Informationen sind nur mühsam zu bekommen. Die internen Kommunikationsstrukturen gleichen der einer obrigkeitsstaatlichen Behörde, die Kontakte zu externen Partnern - wie Architekten - gelten als äußerst problematisch. Fakt ist: Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln steht vor der Notwendigkeit einschneidender struktureller Reformen. Eine Evaluation ihrer Struktur und Tätigkeit ist überfällig. Die Politik ist gefordert.

Developer and Programmer: Marc Wolf